Meine wichtigste Erkenntnis 2015: Bewusstsein

Das Jahr 2016 ist schon wieder ein paar Wochen alt und doch hängt mir das vergangene Jahr noch nach. In diesen ersten Wochen von 2016 habe ich sehr viel darüber reflektiert, was ich aus 2015 mitnehme. Im letzten Jahr habe ich viel mehr als je zuvor mit vielen verschiedenen Menschen über ihre Einstellung zu Bewegung, Training und über ihren Lebensstil allgemein gesprochen. Deswegen habe ich auch diesen kleinen Blog ins Leben gerufen. Denn so kann ich alle Aspekte, die mir dabei begegnen, an einem Ort festhalten. Und genau ein Punkt ist in diesen Gesprächen immer wieder in verschiedener Ausprägung vorgekommen: Das Bewusstsein. In einem früheren Artikel habe ich schon darüber geschrieben, wie du mit mehr Bewegung mehr Selbstbewusstsein entwickeln kannst. Heute möchte ich besonders darauf eingehen, welche Rolle das Bewusstsein aus meiner Sicht für unser tägliches Leben spielt. Zusätzlich dazu möchte ich ein paar Tipps geben, was du tun kannst, um dein Bewusstsein zu verbessern. Natürlich gibt es auch ein Fazit, das steht standesgemäß ganz unten. Wenn dich die Herleitung nicht interessiert, schaust du am Besten gleich das Ergebnis an…

 

Das Bewusstsein – dein ständiger Begleiter

Ständig führen wir irgendwelche Aktionen aus und treffen Entscheidungen. Nur ein kleiner Teil davon passiert überhaupt unter Einfluss des Bewusstseins. Und das ist auch gut so, denn wer will schon die Rechenkapazität des Gehirns für atmen, Immunabwehr oder Verdauung verbrauchen. Doch viel zu oft lassen wir uns von externen Einflüssen zu unbewussten Handlungen verleiten, die gar nicht gut für uns sind. Wir kaufen oder konsumieren Dinge, die nicht gut oder notwendig für uns sind oder uns vielleicht sogar schaden. Dann sollten wir im richtigen Moment das Bewusstsein einschalten. Das Bewusstsein stelle ich mir vor wie ein Scheinwerfer, der auf ein bestimmtes Thema gerichtet wird. Oder der Schärfebereich einer Kamera. Alles, was dunkel bzw. unscharf bleibt, findet unbewusst statt. Das Bewusstsein hilft dir dabei, einen bestimmten Bereich zu beleuchten bzw. scharf zu stellen.

 

Der Zusammenhang zwischen Wissen, Erfahrung und Bewusstsein

Mehr macht das Bewusstsein also gar nicht. Es hält dir einen bestimmten Sachverhalt vor die Nase. Wie du darauf reagierst, hängt jetzt von deinem Wissen und deiner Erfahrung ab. Und alle drei sind eng miteinander verknüpft. Du kannst ein super Bewusstsein haben, wenn du aber “nichts weißt”, kannst du mit den Informationen deines Bewusstseins absolut nichts anfangen. Umgekehrt, wenn du also quasi allwissend oder sehr erfahren bist, gleichzeitig aber deinen Blick nicht auf die wichtigen Dinge richten kannst, bringt dir auch all dein Wissen nichts. Das fängt mit den ganz kleinen Dingen an, die nur dich betreffen, z.B. Ernährung. Das kann aber sehr weit gehen, abhängig davon wie groß dein Einflussbereich ist. Als Leiter einer Abteilung oder Bürgermeister hast du also hoffentlich ein ausgeprägtes Gleichgewicht zwischen Wissen und Bewusstsein.

 

Deine einzige echte Chance, Menschen zu beeinflussen

Wir Menschen sind in aller Regel sehr stur. Diplomatisch formuliert sagen wir sehr oft “beratungsresistent” dazu. Wenn du einen Mitmenschen zu etwas überreden möchtest, hängen deine Chancen stark davon ab, wie es bei ihm um das Gleichgewicht zwischen Wissen/Erfahrung und Bewusstsein steht. Und darauf solltest du auch deine Taktik anpassen. Verabschiede dich davon, dass du andere Menschen echt überreden kannst. Oder wirst du gern überredet, wenn du eigentlich von einem Thema fest überzeugt bist? Richtig.

Deswegen habe ich die Art verändert, wie ich mit Menschen diskutiere. Entweder bin ich der Scheinwerfer, rücke also bestimmte Themen in das Bewusstsein der anderen. Oder ich helfe etwas beim Wissen nach – wenn ich es denn selber liefern kann. Damit gebe ich anderen die Möglichkeit, Entscheidungen selbst bewusst zu treffen. Mehr kann und möchte ich nicht tun. Wenn jemand von etwas fest überzeugt ist, das ich selbst für mich nie so machen würde, kann ich das erst mal nicht nachvollziehen – klar, sonst würde ich es ja auch so tun. Ich habe mich ja bewusst dagegen entschieden. Dann wäre es aber falsch, dem anderen meine Meinung zu diktieren, vielleicht macht er es ja bewusst so.

 

Was will ich dir eigentlich damit sagen – Fazit

Bei allen Entscheidungen die wir treffen, egal ob sie nur uns selbst oder auch andere betreffen, sollten wir unser Bewusstsein mit einschalten. Dabei kann es natürlich sein, dass das “Beleuchten” eines Zusammenhangs in uns keine Reaktion auslöst, da uns das Hintergrundwissen oder die Erfahrung zu einem Thema fehlt. Mit den Möglichkeiten der Weiterbildung, die wir heutzutage haben, sollte es aber kein Problem sein, dort nachzuhelfen.

Lieber unterlässt du etwas bewusst, als dass du etwas unbewusst tust.

Diese Methode finde ich ganz besonders wichtig, wenn ich andere Menschen von etwas überzeugen möchte. Schlussendlich muss jeder Mensch seine Entscheidungen für sich selbst treffen, niemand möchte etwas befohlen bekommen. Das bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens, im Großen und im Kleinen. Wissen und Erfahrung sind Themen, um die sich Bildung und Erziehung kümmern. Dein Bewusstsein musst du dir erarbeiten. Es gibt verschiedene Ansätze es zu erlangen, mein Weg ist über die Art der Bewegung wie ich sie ausübe und vermittle.